10.05.2019

Presseerklärung der Ratsfraktion zur Rastanlage in Lützenkirchen: Protest gegen eine verfehlte Verkehrspolitik!

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ratsfraktion der GRÜNEN unterstützt alle Formen des Protests und Widerstands gegen die geplante Rastanlage in Lützenkirchen - Demos, Protestnoten, rechtliche Schritte, Gespräche mit Landes- und Bundespolitiker*innen, Sondersitzungen mit klarer Signalwirkung etc.

Dabei geht es uns auch um Grundsätzliches. So ist die Hoffnung, durch Autobahnausbau und zusätzliche Rastanlagen der zunehmenden Verkehrsprobleme Herr zu werden, äußerst trügerisch. Bis 2030 geht der Bundesverkehrswegeplan von einer Steigerung des LKW-Verkehrs um knapp ein Drittel aus. Schon jetzt reicht die für 50 LKWs geplante Rastanlage in Lützenkirchen nicht aus – Forderungen nach Erweiterung und Neubau wären schon bald zu erwarten. Die Spirale, immer mehr Flächen für den Verkehr auszuweisen, dreht sich unentwegt weiter, solange kein Umdenken in der Verkehrspolitik stattfindet. Nach dem Sankt-Florian-Prinzip auf vermeintlich bessere Standorte an anderer Stelle zu verweisen führt zu einem Gerangel zwischen den betroffenen Städten und paralysiert letztendlich den Protest. Eine Reduzierung des LKW-Verkehrs insgesamt muss das Ziel sein - durch mehr Lagerhaltung, mehr regionale Vermarktung, bessere Verkehrssteuerung, Verlagerung auf Bahn und Schiff, gravierende Änderungen insgesamt bei der Logistik etc. etc. Dies muss bei einem hoffentlich sehr breiten und nachhaltigen Widerstand gegen die Rastanlage in Lützenkirchen immer wieder deutlich werden.

Mit freundlichen Grüßen

Roswitha Arnold, Fraktionsvorsitzende

URL:http://die-gruenen-leverkusen.de/volltext/article/presseerklaerung_der_ratsfraktion_zur_rastanlage_in_luetzenkirchen_protest_gegen_eine_verfehlte_verkehrspolitik/